Verfahren
CO₂-Trockenbad
Eine physikalische Anwendung, bei der Kohlendioxid über die Haut aufgenommen wird — als Reiz für die Durchblutung und für die vegetative Regulation.
Beim Kohlensäure-Trockenbad wird der Körper oder ein Körperabschnitt in eine Kammer eingebracht, die mit Kohlendioxid gefüllt ist. Anders als beim Wannenbad bleibt die Haut dabei trocken. Das Gas wirkt über die Haut, nicht über die Atmung.
Kohlensäure-Trockenbäder sind als physikalische Heilmittel anerkannt. Die Anwendung erfolgt auf ärztliche Verordnung und nach einem standardisierten Vorgehen.
Wie es wirkt
Vier Schritte, die aufeinander aufbauen.
01
Aufnahme über die Haut
Kohlendioxid gelangt durch die Haut in das darunterliegende Gewebe. Der örtliche CO₂-Partialdruck steigt. Atmung und Lungenfunktion sind davon nicht betroffen — es handelt sich um eine rein örtliche Anwendung.
02
Gefäßweitstellung
Der erhöhte CO₂-Partialdruck wirkt auf die kleinen Blutgefäße, die Arteriolen und Kapillaren. Beschrieben ist eine Zunahme der Durchblutung im behandelten Gewebe.
03
Bohr-Effekt
Kohlendioxid verschiebt die Sauerstoffbindungskurve des Hämoglobins nach rechts. Sauerstoff wird dadurch im Gewebe leichter abgegeben — ohne dass zusätzlicher Sauerstoff zugeführt werden muss.
04
Wirkung auf die Regulation
Eine verbesserte Sauerstoffverfügbarkeit entlastet den Zellstoffwechsel. Beschrieben ist außerdem ein Einfluss auf das autonome Nervensystem, also auf die Regulation zwischen Anspannung und Erholung.
Wann es eingesetzt wird
Das Verfahren kommt begleitend infrage, nicht als alleinige Behandlung. Ob es für Sie passt, ergibt sich aus Befund und Vorgeschichte.
- Vegetative Dysregulation und stressassoziierte Regulationsstörungen
- Erschöpfungszustände
- Funktionelle Schlafstörungen
- Störungen der Mikrozirkulation
- Funktionelle Durchblutungsstörungen
- Chronische Schmerzsyndrome und Muskelverspannungen mit vaskulärer Komponente
- Unterstützung von Regeneration und Erholung
Wie eine Anwendung abläuft
TODO: Dauer einer Sitzung, übliche Anzahl der Anwendungen, was Patientinnen mitbringen oder beachten sollten, und ob die Anwendung in der Praxis oder in Kooperation erfolgt. Diese Angaben kann ich nicht erfinden — sie machen aber den Unterschied, ob jemand anruft.