Therapieformen
Im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Betrachtung der Frauengesundheit. Welche Therapieform infrage kommt, richtet sich nach dem Befund, der Vorgeschichte und den individuellen Bedürfnissen — das ergibt sich erst aus Anamnese und Diagnostik, nicht vorher.
Das Zusammenspiel betrachten
Eine Hormontherapie steht nicht am Anfang. Zuvor wird das übergeordnete System betrachtet, denn die hormonellen Regelkreise greifen ineinander: die Schilddrüse, die Nebennieren mit dem Cortisolhaushalt und die Geschlechtshormone — unter anderem Östrogen, Progesteron und Testosteron — beeinflussen sich gegenseitig.
Wo dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird zunächst dort angesetzt. Eine Hormontherapie auf eine ungeklärte Ausgangslage zu setzen, führt erfahrungsgemäß selten weiter.
Hormonersatztherapie mit bioidentischen Hormonen
Erst wenn diese Grundlage steht, kommt eine individuell abgestimmte Hormonersatztherapie auf Basis bioidentischer Hormone infrage. Sie wird sorgfältig dosiert und im Verlauf kontrolliert.
Mit den hormonellen Regelkreisen und den verfügbaren Applikationsformen habe ich mich eingehend befasst. Die Wahl zwischen ihnen ist Teil der Abwägung, weil sie sich auf Wirkprofil und Risikoprofil unterschiedlich auswirken.
Ob sie für Sie infrage kommt, hängt von Befund, Alter, Vorgeschichte und individuellen Risikofaktoren ab. Nutzen und Risiken besprechen wir vor Beginn ausführlich.